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Metamohrphose
PATRICK MOHR ... und sein magisches Dreieck

Metamohrphose
Patrick Mohr

Wie neu geboren fühlt sich Patrick Mohr nach der Sauna, beim Skifahren oder beim Wandern. Aber „New Born“ heisst für den Jungdesigner auch, mit seiner Marke Patrick Mohr erwachsen zu werden. Der passende Titel seiner Herbst/Winter-Kollektion 2012/2013: „New Born Identity “.

Grund genug also, sich mit ihm zu treffen, über seinen jüngsten Entwicklungsprozess zu sprechen und seine Tattoos zu bewundern. Ein grosses Dreieck verbindet Patricks Brustwarzen mit seinem Bauchnabel. Für ihn ein magisches Symbol. Deswegen sind die geometrischen Formen auch das immer wiederkehrende Markenzeichen in seinen Kollektionen. In Form von Schnitten, als Muster im Innenfutter und als Plexiglas-Elemente in Taschen – Dreiecke sind bei Patrick Mohr nicht mehr wegzudenken. Riesenschritte prägten im vergangenen Jahr das Leben des Designers. Eine Metamorphose: Patrick Mohr ist neu geboren – als Designer und vor allem als Marke. „Früher wollte ich provozieren und meine Grenzen austesten. Leider ist somit das Design etwas in den Hintergrund gerückt. Bei meiner aktuellen Kollektion wollte ich mehr von Patrick Mohr, dem Designer, präsentieren. Aufgrund der durchweg positiven Resonanz denke ich, dass es mir sehr gut gelungen ist.“
Herbst/Winter-Kollektion 2012/13
Herbst/Winter-Kollektion 2012/13

Da stimmen wir zu. Lässig, urban, chic, vor allem aber innovativ und einzigartig. Seine Mäntel mit den hängenden Taschen ergeben neue Formen und einen unverwechselbaren Look. Ein Look, der tragbarer ist als jede vorangegangene Kollektion des Wahl-Berliners. Patrick Mohr kreiert mit seinen Dreiecken eine neue, ganz eigene Welt der Muster. Hahnentritt und Paisley können einpacken, Patrick Mohr setzt auf die Energie der drei Ecken. Das einstige Enfant terrible der deutschen Modeszene inszenierte im Januar zur Berliner Fashion Week eine für ihn ungewöhnlich reduzierte und angepasste Show. Ebenfalls ein Teil der Transformation.

„Es war an der Zeit, etwas zu verändern. Bei meiner Frühjahr/Sommer-Kollektion 2012 hat man die ersten Ansätze gesehen und mit der aktuellen Kollektion habe ich die Metamorphose abgeschlossen. Ich habe mich bei der Entstehung der Kollektion mehr mit den Unterschieden des jeweiligen Geschlechts befasst und versucht, die Persönlichkeit zu unterstreichen.“

Und seine eigene dabei ein wenig zurückgenommen? Es ist jedenfalls deutlich zu spüren, dass der Designer Patrick Mohr seine Mode nun für sich sprechen lässt. Obwohl uns der Typ Patrick Mohr auch immer noch sehr inspiriert und reizt. Aber wir müssen ihn nicht vermissen, denn wenn er nicht hier ist, finden wir ihn vermutlich in den 50er-Jahren bei seinen Oldtimern oder in der Zukunft wieder.

von Alexandra Krull